EL Folie - Lichtfolie, Leuchtfolie und Elektrolumineszenz


Datum 04.09.2010
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Die große Knoff-Hoff-Show greift die neuen Entwicklungen bei Leuchtmitteln auf

Elektrolumineszenz in den Medien: jetzt auch Thema im Fernsehen



Wer träumt nicht von einer Tapete, die sich je nach Stimmung unterschiedlich einfärben lässt? Mit einer neuen Technik könnte das bald möglich sein.

Winzige Halbleiterwürfel, LEDs (Light Emitting Diodes), können durch Anlegen einer elektrischen Spannung zum Leuchten gebracht werden. Durch die elektrische Spannung werden Elektronen auf ein höheres Energieniveau gebracht. Wenn sie wieder auf ihr ursprüngliches Niveau herunterfallen, strahlen sie Licht ab.

Die Leuchtdioden sind in ihrer Lichtausbeute intensiv, werden dabei aber kaum warm. Sie sind sehr energiesparend, weil sie das Licht direkt erzeugen und nicht über den Umweg der Wärmestrahlung, wie zum Beispiel bei Glühlampen. Als wahre Dauerbrenner können sie bis zu 100.000 Stunden - das sind elf Jahre - ohne Unterbrechung leuchten. LEDs werden inzwischen zum Beispiel standardmäßig im Autoinnenraum eingesetzt. Sie beleuchten Armaturenbretter und werden auch in Rückleuchten eingebaut.

Die Farbe hängt vom verwendeten Halbleitermaterial ab. Blaues Licht entsteht zum Beispiel aus dem Materialsystem Indium-Gallium-Nitrid oder Gallium-Nitrid. Für das Spektrum von Grün bis Tiefrot verwendet man heute hauptsächlich Indium-Gallium-Aluminium-Phosphid. Weißes Licht lässt sich nicht so einfach erzeugen. Es kann einerseits durch die additive Farbmischung einer rot, grün und blau leuchtenden LED entstehen oder durch so genannte Lumineszenz-Konversion. Dabei regt zum Beispiel das Licht einer blauen LED einen Fluoreszenzleuchtstoff an, der gelbes Licht abstrahlt. Die Mischung dieser beiden Farben nimmt das Auge als weiß wahr.

Leuchttapete
Neben diesen bekannten LEDs kann man auch mit Folien arbeiten. Die leuchtende Substanz ist hier Zinksulfid, ein Halbleiter. Die Elektronen des Zinksulfids werden durch elektrische Felder auf ein höheres Niveau gehoben, fallen zurück und geben dann die aufgenommene Energie in Form von Licht ab. Die Leuchtpigmente sind in einem transparenten, organischen oder keramischen Bindemittel eingebettet.

Das elektrische Feld wird über flächige Elektroden zugeführt, die auf beiden Seiten der Leuchtfläche angebracht sind. Die Frontelektrode besteht aus einer speziellen, sehr dünnen und transparenten Metallschicht. Insgesamt sind die flexiblen Folien nur 0,8 Millimeter dick. Ähnlich wie LEDs entwickeln sie kaum Wärme, weil der Strom zu einem großen Teil direkt in Licht umgewandelt wird.




Aktueller Link zu dem Thema:

Originalbeitrag im ZDF 



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